La Bisbal d’Empordà ist Gastgeber der Abschlussveranstaltungen des Projekts Ceramitur.

Gestern und heute, am 17. und 18. September, finden im Terracotta Museu von La Bisbal d’Empordà die Abschlussveranstaltungen des Projekts „Ceramitur: erleben, erfahren und sich von keramischen Reisezielen begeistern lassen“ statt. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Spanischen Vereinigung der Keramikstädte (AeCC) mit der Zusammenarbeit von neun Gemeinden der Iberischen Halbinsel: Agost, Alba de Tormes, Bailén, La Bisbal d’Empordà, La Rambla, Manises, Mota del Cuervo, Onda und Talavera de la Reina. Alle im Rahmen dieser Initiative durchgeführten Maßnahmen sind in die Ziele des spanischen Plans zur Modernisierung und Nachhaltigkeit des Tourismus eingebettet und berücksichtigen Umwelt- sowie soziale Verantwortungskriterien.

Während der Veranstaltung haben die Vertreter der teilnehmenden Gemeinden sowie die Verantwortlichen der Geschäftsführung der AeCC die Möglichkeit, die erzielten Ergebnisse vorzustellen und zu bewerten sowie zukünftige strategische Leitlinien zur Förderung des mit der Keramikindustrie verbundenen Tourismus festzulegen. Neben den Arbeitssitzungen, die vormittags stattfinden, können die Vertreter der neun Gemeinden auch die Realität des Keramiksektors in La Bisbal aus erster Hand kennenlernen, und zwar durch Besuche von Fabriken und Werkstätten der Stadt.

Ziel des Projekts Ceramitur ist es, Keramik als einzigartiges touristisches Erlebnis zu positionieren, durch innovative Maßnahmen, die ihre Sichtbarkeit und Nachhaltigkeit erhöhen. Finanziert durch europäische Next-Generation-EU-Mittel über die Innova-Linie von Experiencias Turismo España des Plans für Wiederaufbau, Transformation und Resilienz, der vom Ministerium für Industrie, Handel und Tourismus verwaltet wird, legt das Projekt besonderen Wert auf den Aufbau von Kooperationsnetzwerken und den Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Akteuren. Zudem wird die Entwicklung touristischer Erzählungen gefördert, die sich auf das direkte Erlebnis der Besucher konzentrieren.

Das Gesamtbudget des Projekts beläuft sich auf 599.520 €, wovon 59.000 € an La Bisbal d’Empordà vergeben wurden. Eine der bedeutendsten Maßnahmen in der Stadt wird die Installation eines Photovoltaik-Solaranlagensystems zur Eigenversorgung auf den Dächern des Terracotta Museu sein. Diese Initiative wird die energetische Nachhaltigkeit der Einrichtung verbessern, ihren ökologischen Fußabdruck verringern und sie als kulturelles und touristisches Referenzzentrum der Stadt festigen.

Darüber hinaus fördert das Projekt auch soziale Inklusion sowie kulturelle und touristische Zugänglichkeit für alle Bevölkerungsgruppen. Dank der erhaltenen Finanzierung können offene und inklusive didaktische und Lernworkshops für alle gesellschaftlichen Bereiche entwickelt werden. Zur Durchführung dieser Aktivitäten wird der pädagogische Raum des Museums mit spezialisiertem Material ausgestattet, und die Anschaffung von zwei Keramiköfen, die für die Umsetzung dieser Bildungsmaßnahmen unerlässlich sind, wird finanziert.

Der Tourismusstadtrat der Stadtverwaltung von La Bisbal d’Empordà, Xavier Dilmé, hob die Bedeutung des Projekts Ceramitur sowie dessen Stellenwert für die Zusammenarbeit zwischen keramischen Gemeinden hervor: „Wir sind eine Gruppe von Städten mit einer gemeinsamen Tradition, die die Keramik aufwerten und zu einem Motor für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gemeinden machen möchte.“ Laut Dilmé „ermöglicht uns dieses Projekt, die Beziehungen untereinander zu stärken und einen gemeinsamen Angebotskreislauf für Besucher zu schaffen. Es ist ein offener Weg, den wir weiter fördern müssen.“

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