ONDA

Das keramische Erbe von Onda

Onda ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Stadt des taulell: ein Ort, an dem keramische Fliesen Wirtschaft, Stadtbild und kollektives Gedächtnis geprägt haben. Das lokale Engagement für die Bewahrung dieses Erbes manifestiert sich im Manolo-Safont-Fliesenmuseum, dem Nachfolger des 1968 gegründeten und 2004 wiedereröffneten Museums, das eine der größten Sammlungen valencianischer Architekturkeramik beherbergt. Seine Bestände – vom Museum selbst auf rund 80.000 Stück geschätzt – reichen von klassischer Fliesenkunst über den Modernismus bis hin zur Keramikindustrie des 20. Jahrhunderts und umfassen zudem Maschinen und Archive, die die Geschichte des „Wie es gemacht wurde“ erzählen.

Die keramische Seele von Onda

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Historisches Zentrum

Die Altstadt, die als historisch-künstlerisches Ensemble ausgewiesen ist, bewahrt ausgewählte Beispiele angewandter Keramikkunst.…
Keramikpromenade

Ein Kilometer keramischer Installationen im Freien mit mehr als 150 Blumentöpfen, die von Schülerinnen und Schülern, Familien und lokalen Künstlern gestaltet wurden.…
Fliesenmuseum

Das Fliesenmuseum „Manolo Safont“ bewahrt als Ergebnis einer intensiven Erhaltungsarbeit seit seiner Gründung im Jahr 1968 herausragende Sammlungen valencianischer Architekturkeramik.…

Die keramische DNA von Onda liegt in der architektonischen Fliesenkunst: Reliefs, Formen, Andachtsbilder und Verkleidungen, die Fassaden, Innenräume und Dächer schmückten. Die technische Tradition reicht von roten zu weißen Tonmassen und umfasst Pinselmalerei (Blau-, Grün- und Mangantöne), Stempel- und Drucktechniken sowie modernistische Verfahren. Im 18. und 19. Jahrhundert weitete sich die Fliesenproduktion aus, und im 20. Jahrhundert skalierte die lokale Industrie sowohl Produktion als auch Sortiment. Das Museum veranschaulicht diese Entwicklung durch historische Säle und eine umfangreiche Sammlung industrieller Ethnologie — Maschinen, Werkzeuge und Archive — die den Übergang von der Werkstatt zur Fabrik einordnet.

Hier tritt die Keramik auf die Straße: geflieste Sockel, kleine keramische Kapellen, Sotabalcons und Bildtafeln erzählen von Glauben, Handel und Alltagsleben. Auch wenn das in situ erhaltene Erbe heute ausgewählt ist, schafft und interpretiert die Stadt ihre Identität weiterhin durch Installationen und Bildungsprogramme — vom Klassenzimmer bis ins Viertel — und legt die Fliesenkunst erneut in die Hände von Bewohnern und Besuchern.

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