BAILÉN

Bailén, ein Name, der in ganz Andalusien nach Ton klingt

In Bailén hat Ton das Alltagsleben ebenso begleitet wie der Olivenhain. Über Generationen hinweg versorgten die Töpfereien des Ortes die Region mit Orzas, Lebrillos, Nachttöpfen und Krügen, einem Repertoire roter Gebrauchskeramik zum Kochen, Aufbewahren und Servieren. Diese Tradition — häuslich, robust und äußerst funktional — erklärt, warum der Name Bailén in ganz Andalusien mit Töpferei verbunden ist. Heute fördert die Stadtverwaltung ihre Bewahrung und Verbreitung, und die Stadt hat mit CERAMIBA, einer internationalen Messe und einem Wettbewerb, den Sprung auf die zeitgenössische Bühne geschafft, der den Blick erneuert, ohne die Wurzeln zu verlieren.

Die keramische Seele von Bailén

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El Jarrero

In unserer Familie ist die Töpferei die Tätigkeit, um die sich unser Leben gedreht hat, und nach so vielen Jahren Geschichte in der Tradition unserer Vorfahren ist es uns gelungen, vollkommen einzigartige und handgefertigte Stücke zu schaffen.…
Töpferei und Keramik La Deseada

Antonio Barrales Comino gehört zu einer Generation aus einer Familie von Töpfern. Unsere Keramik mit eigenem Namen bietet hochwertige Produkte, die das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit und der sorgfältigen Auswahl der besten Tone für jedes Stück sind.…
Töpferei La Casa del Artesano

Zwei Kunsthandwerker, die sich dem eigenwilligen und edlen Handwerk des Tons widmen, zeigen in dieser Werkstatt in Bailén die Figuren und Gefäße, die aus ihren eigenen Händen entstanden sind.…
Töpferei Cristóbal Arance

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts, als diese Familie ihren Weg in diesem Handwerk begann, haben drei Generationen das von ihren Vorfahren überlieferte Können bewahrt.…
Keramik Juan Núñez

Familie mit Töpfertradition: Nach fünf Generationen im Handwerk ist es uns gelungen, das Wesen der für Bailén typischen Handwerkskunst, unserem Heimat- und Arbeitsort, zu bewahren.…

Bailén arbeitet mit rötlichen Tonen aus der Region — eisenhaltige Böden, die zu äußerst widerstandsfähiger Terrakotta gebrannt werden — und pflegt eine Werkstattkultur, die auf der Töpferscheibe und dem Brennen in Öfen (traditionell und modern) basiert. Daraus entstehen Stücke für den kulinarischen Gebrauch (Kasserollen, Lebrillos) und zur Lagerung (Orzas, Krüge), mit innen glasierten Oberflächen für den Lebensmittelgebrauch. In der traditionellen Dekoration erscheinen Grün- und Mangantöne in Bändern und Bordüren, erkennbar zum Beispiel an der Bailén’schen Braut-Orza. Das Ergebnis ist eine nützliche, langlebige Keramik in warmen Farben, die sich sofort mit der Olivenöllandschaft und der andalusischen Küche identifizieren lässt.

Hier entstand Keramik für Tisch, Vorratskammer und Feld: Lebrillos zum Kneten oder Waschen, Kasserollen bei geringer Hitze und Orzas zum Pökeln und Konservieren. Die Beziehung zum Olivenhain ist selbstverständlich — nicht nur wegen der Küchenstücke, sondern auch durch die volkstümliche Ikonografie, die in Werkstätten und lokalen Sammlungen erscheint —; Handwerk und Landwirtschaft haben stets eine gemeinsame Geschichte gebildet.

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